Schwimmhalle Preetz

Die Schwimmhalle der Stadt Preetz strotzt nur so vor Kundenfreundlichkeit: Nachdem meine E-Mail (wie berichtet) bis heute unbeantwortet bleibt, bin ich nun um eine Erfahrung reicher.

Punkt 14 Uhr stand ich mit meinem Sohnemann in der Schlange des Kassenautomatens der Schwimmhalle der Stadt Preetz. €2,60 der Lütte und €3,60 für mich, aber irgendetwas hielt mich vom Lösen einer 10er-Karte ab. Nach vier oder fünf Versuchen hatte ich dann auch den Automaten davon überzeugt, dass der 5-Euro-Schein keine Fälschung ist und drückte mich durch das Drehgitter.

Schnell fanden wir eine Kabine zum Umkleiden. Raus aus den Klamotten, rein ins Badezeug und ab unter die Duschen. Nach einer ausführlichen Körperreinigung und dem obligatorischen Besuch der mittelmäßig gepflegten sanitären Anlagen ging es dann endlich Richtung Schwimmbad. Nun stattete ich den Lütten mit den passenden Utensilien aus: 3 Schwimmringe links, drei rechts und fünf Aufriebelemente am Bauchgurt. Und ab ins Becken…

Keine drei Meter hatten wir zurückgelegt – ich war begeistert, dass nach der langen Zeit die Froschbeine noch so gut klappten – als der Bademeister am Rand stand und verkündete: „Das geht nicht. Sie können nicht mit dem Kind hier in das Becken. Sie müssen in das Nichtschwimmerbecken.“ Meine Frage nach dem Warum quittierte der Beamtenanwärter mit einem mürrischen „zu gefährlich“.

Eigentlich war ich an einem Punkt angekommen, an dem ich den Vorgang abbrechen und das ungastliche Haus verlassen wollte, aber das aufsteigende Wasser in den Augen meines Sohnes ließ mich dann doch umdisponieren: Wir übten tauchen im Nichtschwimmerbecken. Dabei nutzte ich die Gelegenheit, die Gefährlichkeit im Schwimmerbecken einzuschätzen: Es war voll. Viele Menschen schwammen dort kreuz und quer, ein paar Jugendliche sprangen vom Meterbrett und vom Dreimeterturm, unabhängig von der Frage, ob unter ihnen Menschen schwammen. Irgendwie hatte der Bademeister ja doch recht: Für meinen Sohn wäre das zu gefährlich, wenn er so dicht am Sprungturm schwimmen würde. Und ich wäre schon rein körperlich nicht in der Lage, einen schwimmenden, vierjährigen Knirps zu bändigen…

Da der Beamtenanwärter mich wissen ließ, dass es niemals eine Möglichkeit geben würde, meinem Sohn das Schwimmen zu lehren, wird die Einrichtung der Stadt auf uns verzichten müssen. Ich bin sicher, dass ihr das nicht schwer fallen wird.

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