Toter Sarkawi

Der Kampf gegen den Terror, den allen voran die Amerikaner führen, treibt bisweilen seine Blüten. Letzte Woche detonierten Bomben im Irak. An sich nichts besonderes, aber in diesem Fall befand sich Abu Mussab al-Sarkawi, selbsternannter iraktischer Führer von al-Quaida, in dem bombadierten Gebäude.

Die Reaktion im Mediendschungel war ausgesprochen positiv über das Ende des Schlächtes von Bagdad.

Aber irgendwie hinterlässt der vermeindliche Erfolg doch einen schalen Beigeschmack: Angela Merkel, Bundeskanzlerin und durchaus für Fettnäpfchen zu haben, formulierte dann auch einen entscheidenden Satz: „Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass wir sagen können, dass al-Sarkawi, einer der gefährlichsten Terroristen von El-Kaida, niemals mehr Drahtzieher von menschenverachtenden terroristischen Anschlägen sein wird.“ Ausgesprochen hat Merkel dies anlässlich der Vereidigung von Bundeswehrsoldaten.

Weniger häufig war jedoch zu hören oder zu lesen, dass sich in dem bombardierten Haus neben dem eigentlichen Ziel auch andere Menschen, unter anderem eine Frau und ein Kind befanden. Den Fachterminus für derartige Todesfälle kennen wir noch aus dem Balkankrieg. Man muss sich aber fragen, ob es richtig ist, Menschen zu töten oder das Töten eines Menschen für Gut zu heissen, wenn man im eigenen Land gegen die Todesstrafe ist.

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Über hinrich7

Noch nix...
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