Vorsicht, Kunde!

Über 30 Grad Celsius, ein leichter Wind, und eine Geschichte, die das Gemüt so richtig aufkochen lässt.

Der eine oder die andere mag es hier gelesen haben, DSL ist ein großer Wunsch für viele Einwohner der Gemeinde Lehmkuhlen. Aber bisher wurden wir von dieser heute eigentlich selbstverständlichen Kommunikationstechnik ausgeschlossen.

Firmenlogo von ArcorIm Mai aber kam eine Werbung des Anbieters Arcor. Natürlich prüfte ich das Angebot und nachdem mir ein Mitarbeiter einer Verkaufsstelle erneut bestätigte, es wäre möglich bei mir DSL zu schalten, beantragte ich eben einen solchen Anschluss. So richtig dran glauben wollte ich aber nicht, denn in den einschlägigen Internetforen kommt Arcor nicht sonderlich gut weg. Dennoch erhielt ich die Mitteilung, der neue ISDN -Anschluss nebst DSL würde am 30. Juni freigeschaltet werden.

Aber als der Juni sich seinem Ende neigte, erhielt ich ein weiteres Schreiben der Firma Arcor, die den Hinweis enthielt, die termingerechte Freischaltung sei nicht möglich. Eine telefonische Rückfrage bei der Kundenbetreuung ergab dann, dass bis zum 4. August die Installation erfolgen sollte. Die Hoffnungen waren dadurch zwar etwas geschmälert, aber keinesfalls aufgegeben.

Am 18. Juli dann erhielt ich zwei Schreiben von Arcor, in denen die Zugangsdaten und der Termin für die Montage vor Ort bekanntgegeben wurden. Gleichzeitig wurde mir die notwendige Hard- und Software geliefert.

Immer noch skeptisch wartete ich den gestrigen Freitag ab. Gegen 17 Uhr erschien ein Mitarbeiter der als Subunternehmer der Deutschen Telekom fungierenden Firma KFM. Eine halbe Stunde später hatte er die Installation abgeschlossen. In seinem Beisein schloss ich die von Arcor gelieferte Hardware an und blickte gespannt auf die LED mit der Beschriftung DSL Link/Act. Sie blinkte zunächst, verfiel dann aber in das ordnungsgemäße Dauerleuchten. „Wenn die LED leuchtet, dann geht es auch„, so versicherte mir der Installateur auf meine Frage, ob es denn nun auch wirklich gehen würde.

Der Installateur zog seines Weges und ich spielte die notwendige Software auf den Rechner, um mich von der Funktionstüchtigkeit selbst zu überzeugen. Das funktionierte reibungslos. Und dann kam die erste Web-Site via DSL auf meinen Bildschirm:

DSL-Benutzername gesperrt: (Fehler 691)

Ein Anruf bei der Kundenbetreuung ergab dann ein ernüchterndes Ergebnis: „Der Auftrag wurde storniert. Sie können technisch bedingt kein DSL empfangen, da die Leitungsdämpfung 74,53 dB beträgt. Für DSL darf diese jedoch maximal 55 dB betragen.

Nun muss ich dazu anmerken, dass die Mitteilung auf meinem Bildschirm vom Web-Browser ausgegeben wurde. Die Adresse der dargestellten Web-Site lautet pushpage.arcor.de/accountlocked.html. Meine Netzwerkkarte hatte mittels PPPoE die IP-Adresse 82.83.152.232 (ein anderes Mal 82.83.140.83) erhalten. Die Server-Adresse lautete in beiden Fällen 82.83.128.1. Sämtliche IP-Adresse gehören laut WHOIS-Abfrage Arcor. Aber wenn DSL technisch nicht möglich ist, wie kommen dann diese Informationen auf meinen Rechner?

Natürlich war es irgendwie klar, dass derartige Dinge immer am Freitag nach 17 Uhr passieren. Nun muss ich wohl bis Montag warten, bevor ich überhaupt stichhaltige Auskünfte bekommen kann. Eine Frist, die ich Arcor bis heute gesetzt hatte, haben sie verstreichen lassen. So werden sie sich fragen müssen, ob sie mich weiterhin als Kunden wünschen, denn auch die anderen Anschlüsse im Betrieb laufen bisher über Arcor bzw. Vodafone. In jedem Fall aber halte ich das Verhalten, erst nach der Installation eine offensichtlich technisch verfügbare Leistung zu verweigern und den Vertrag zu stornieren, für mindestens wettbewerbswidrig.

Also wieder warten…

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Über hinrich7

Noch nix...
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