Rohstoffe

Seit über einem Jahr merkt es jeder: Die Rohstoffpreise haben gewaltig angezogen. So lag beispielsweise der Höchststand des Heizölpreises in den vergangenen zwölf Monaten in Hamburg bei 0,651 Euro je Liter. Und auch wenn der Preis seither auf 0,519 Euro gesunken ist, bewegt er sich dennoch in geradezu schwindelerregenden Höhen. Es verwundert deshalb kaum, dass sich die Verbraucher verstärkt nach Alternativen umsehen.

Begehrt: BrennholzAm 18. November berichteten die Kieler Nachrichten über eben dieses Thema. Nach Frau Manuela Nega, Inhaberin der Firma Bruno Bauer, ein Kachelofenbaubetrieb aus Plön, habe die Nachfrage nach deren Produkten binnen 18 Monaten um 70% zugenommen. Den sprunghaften Anstieg bei der Nachfrage nach Brennholz haben wir ebenfalls zu spüren bekommen. Allerdings ist die Aussage von Christian Seyfert (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume), es gäbe nur noch vereinzelt Restbestände an Brennholz, so nicht nachvollziehbar.

Kaum aber verbessern die globalen Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Situation der Forstwirtschaften, treten die selbsternannten Umweltschützer, allen voran in den Kieler Nachrichten Fritz Heydemann vom NABU Plön, auf den Plan und unterstellen mit erhobenen Zeigefinger den Försterein, sie könnten durch die augenblickliche Situation zum nicht nachhaltigen Wirtschaften verleitet werden. Die Forstverwaltung Lehmkuhlen hält sich seit 100 Jahren an das Prinzip der Nachhaltigkeit, das in Deutschland im übrigen gesetzlich festgelegt ist. Dabei ist der forstwirtschaftlich genutzte Anteil an der Betriebsfläche mit rund 30% mehr als doppelt so hoch wie der Anteil der Waldfläche von Schleswig-Holstein.

Aber auch eine nachhaltige Nutzung ist eine Nutzung, die wirtschaftlich erfolgen muss. Sie schafft und sichert Arbeitsplätze in der Urproduktion einer Branche, die zu den umsatzstärksten der Welt gehört: Die holzverarbeitende Industrie. Wenn die Umweltverbände gerne Wälder hätten, in denen keine oder zumindest keine wirtschaftliche Nutzung erfolgt, dann sollen sie diese Wälder erwerben, anstatt ökonomisch und ökologisch einwandfrei arbeitende Betriebe mit dem erhobenen Zeigefinger in den Medien zu diskreditieren. Die Bundesrepublik Deutschland beispielsweise trennt sich derzeit von Teilen ihrer Waldbesitze, wobei diese Umweltverbänden teilweise kostenlos überlassen werden. Aber vielleicht ist diese Information, die schon dem Koalitionsvertrag zu entnehmen ist, noch nicht bis zum NABU in Plön vorgedrungen.

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