Es stinkt zum Himmel

Biogas ist das geflügelte Wort der Stunde, ach, des Jahres, oder vielleicht gar das Unwort des Jahres. Aber bei all den Kleinigkeiten um den großen Mief sollte man nicht anfangen zu Qualmen; das wird nämlich nach und nach von der Bundesregierung verboten.

VerbotszeichenEigentlich ist es eine Unverschämtheit, mündigen Menschen vorschreiben zu wollen, ob und wann sie Rauchen dürfen. Natürlich steht es jedem frei, bei sich zuhause das Rauchen zu verbieten. So kann der Bundestag es in seinen Liegenschaften ebenso handhaben, wie Lieschen Müller in ihrem Schlafzimmer. Aber einem Gastronom, auch als Unternehmer angesehen, vorschreiben zu wollen, was er seinen Gästen erlauben darf, ist schon eine ziemliche Einschränkung in grundgesetzlich geschützte Rechte. Natürlich hat der Nichtraucher das Recht, in einem rauchfreien Lokal sitzen und speisen zu können. Aber es soll doch dem Wirt überlassen bleiben, ob er Raucher oder Nichtraucher als Kunden haben möchte. Mit dem jetzt verabschiedeten Gesetz jedenfalls wird er wohl auf die Raucher verzichten müssen, es sei denn, er bietet auch einen Lieferservice an…

Rippenqualle (wikipedia)Gerüche ganz anderer Art dürften künftig in Hamburg auf St. Pauli entstehen, denn dort findet der heißeste Weihnachtsmarkt Santa Pauli statt. Erotischer Budenzauber mit Ü-18-Tannenwald sorgt da wohl bald für den Fischgeruch, den Ostseeanrainer bald missen werden. Dort nämlich werden die Fischbestände nun von der eingeschleppten Rippenqualle bedroht.

Es stinkt zwar zum Himmel, aber die Ursachen, zu den ich gleich noch kommen werde, sollen auf dem Boden bleiben. So jedenfalls der Wunsch der chinesischen Fluggesellschaft China Southern, die von ihren Fluggästen erwartet, dass sie ihr Bedürfniss noch vor dem Flug erledigen. So, so glaubt man N-TV , ließen sich rund 4,5 Millionen Euro einsparen. Immer verbraucht jeder Pub, äh jede Spülung in 9.000 Metern Höhe einen Liter Kerosin.

Und so richtig zum Himmel stanken bisher das Klimagas CO2, als dessen Verursacher bisher alle Verbrenner fossiler Energieträger herhalten mussten. Es ist aber teilweise anders, denn die Welternährungsorganisation (FAO) sieht als größten Klimakiller die Stickoxide. 65% der vom Menschen erzeugten Stickoxide stammen aus der Tierzucht. „Tierzucht ist einer der größten Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme. Wir müssen dringend etwas tun, um dem Abhilfe zu schaffen„, sagte FAO-Experte Henning Steinfeld gegenüber N-TV.

Nun ist es also gelungen, solange nach Ursachen zu suchen, bis endlich wieder die Landwirtschaft als Schuldiger ausgemacht werden konnte. Ich wünsche guten Appetit und eine fröhliche Vorweihnachtszeit.

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Über hinrich7

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