Revision des Versuchsdepots

AGCO (888282) kann sich den negativen Aussichten in den USA nicht entziehen. So ist der Kurs gestern durch den Stopp von €34,50 gefallen und wird heute mit €34,10 heraus genommen. Es verbleibt ein Gewinn von 11,8%, der auf Jahresbasis ähnlich aussieht, da der Wert am 30.05.2007 zu €30,50 ausgenommen wurde.

Dennoch bleibt AGCO ein gutes Investment, welches weiter beobachtet werden sollte. Eine Aufhellung der US-Konjunktur sollte hier schnell neue Fantasie erzeugen.

Auch Deere & Co. (850866) haben den Stopp bei $78,00 unterschritten. Würde der Wert heute zu €50,60 verkauft werden, bliebe immerhin ein Gewinn von 18,8%. Und wer nicht spekulieren möchte, sollte das auch tun. Im Versuchsdepot indes verbleibt der Wert als Spekulation: In einigen osteuropäischen Staaten werden die landwirtschaftlichen Betriebe bei Maschineninvestitionen mit 50% des Kaufpreises subventioniert. Als Folge hat Deere bereits den Absatz der Produktion verlagert; in Deutschland bekommt man die 8000er Serie frühestens im Herbst 2009 ausgeliefert. Gleichzeitig verkauft Deere in Osteuropa die Maschinen per Listenpreis und darüber. Der schwache Dollar sollte zudem die Erträge der in den USA produzierten und in Osteuropa vermarkteten Maschinen zusätzlich erhöhen. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der überwiegende Teil der Maschinen in Europa hergestellt wird.

In den Medien mehren sich die Stimmen, dass die Preisblase beim Öl platzen könnte. Andererseits gibt es auch Stimmen, die das Öl demnächst bei $150,00 und darüber sehen. Den Rohstoffkorb von Barclays (BC1BCN) sollte man deshalb sehr genau verfolgen. Ein Stopp bietet sich aufgrund der geringen Liquidität nicht an. Vorsichtige Naturen sollten versuchen das Papier zu 140,00 in Frankfurt zu veräußern, so dass eine Rendite von 36,9% verbliebe, auf Jahressicht wären das immerhin knapp 75% (Gekauft am 25.01.2008 zu 102,00).

Die K+S AG (716200) kennt auch kein Halten. Zur Absicherung sollte der Stoppkurs auf €245,00 angehoben werden.

In Europa steht in wenigen Wochen der Erntebeginn an. Die Futures in Paris, besonders auf Weizen, sind entsprechend ruhig. So dümpelt der Weizenkurs um die 190 €/t. Nicht im Gleichgewicht dazu befindet sich der Rapskontrakt, der um die 450 €/t dümpelt. Die Marktsituation beim Weizen ist indes strittig. Während die einen von einer erstmaligen weltweiten Bestandserhöhung ausgehen, erwarten andere weitere Abnahmen bei den Lagerbeständen. An den Basisdaten hat sich indes nichts verändert: Der asiatische Raum wächst weiter in großen Schritten und tritt immer stärker als Importeur auf. Daran wird auch eine Rezession in den USA nichts ändern. Die Margen in den landwirtschaftlichen Betrieben kommen jedoch deutlich zurück. Kein Wunder, haben Saat-, Pflanzenschutz- und Düngemittelhersteller ihre Margen massiv ausgebaut. Kali, SSA oder ASS kosten 70 bis 100% mehr als im Vorjahr. Die gestiegenen Kosten sollten verhindern, dass der Weizenpreis nachhaltig unter 160 – 170 €/t fällt.

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