Wilde Reiterei

Wer reitet so schnell durch Nacht und Wind…” Genau das fragte ich mich, als ich mich mit schnellen Schritten in Sicherheit bringen musste – in die Böschung.

Heute Abend, kurz vor acht, nichts Böses ahnend ging ich mit dem Hund Richtung Lepahn, um den Filius bei der Feuerwehr in Empfang zu nehmen. Es war schon recht dunkel, aber dennoch vernahm ich deutlich ein auf dem Asphalt galoppierendes Pferd. In der Dunkelheit konnte ich aus der Böschung heraus nicht sehen, welche Farbe das Pferd hat oder ob es eine Kopfnummer trug. Die schemenhafte Gestalt jedenfalls, die im rasenden Galopp an mir vorbei fegte – laute Musik aus einem MP3-Player übertönte fast noch das Hufgetrappel – schien weiblich zu sein.

Es ist natürlich völliger Irrsinn nach Einbruch der Dunkelheit im rasenden Galopp durch die Gegend zu reiten. Da kann einem unvermutet hinter einer Kurve das nächste Mal vielleicht kein Mensch, sondern eine 12 Tonnen schwere Maschine entgegenkommen. Abgesehen davon ist es auch nicht angemessen bei Dunkelheit durch den Wald zu reiten, zumal in diesem rasanten Tempo. Wenn sich solches Verhalten bei den Reitern einbürgern sollte, dann werden die Verträge zwischen den privaten Grundbesitzern und dem Pferdesportverband bzw. dem Schusteracht e.V. Schneller beendet werden, als es den Initiatoren lieb sein kann.

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Über hinrich7

Noch nix...
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