Twitter-Trolle

Trolle: Füttern verboten (Quelle: Wikipedia)

Die Mythologie hat den Trollen ja schon eine lange Evolutionsgeschichte gespendet. Und neuerdings muss diese um den Twitter-Troll ergänzt werden.

Unter Trollen versteht man in der Netzkultur im wesentlichen Störenfriede, die aufgrund ihrer Beiträge und ihres Verhaltens Themen auf der sachlichen Ebene nicht voranbringen oder selbiges gar verhindern. Dies tun sie, weil sie entweder das Thema nicht ernst nehmen oder, was wohl häufiger der Fall ist, es nicht verstanden haben. Und so ist es nicht verwunderlich, das sich auch beim Kurznachrichtendienst Twitter Trolle tummeln. Ein paar Beispiele:

Da wären zum Beispiel die kommerziellen Marktbegleiter, die ihre Werbung (unter denen auch die Anrisstexte der Medien, die auf Twitter nicht einmal vollständig sind, zu verstehen sind) ohne Sinn und Verstand ins Twitterversum pusten, gleichzeitig aber überhaupt nicht lauschen, ob irgendetwas kommentiert wird. Ein Beispiel wären die Kieler Nachrichten, deren Gezwitscher noch nicht einmal das ohnehin magere Online-Angebt der Redaktion widerspiegelt. Auch kann man über das Konto natürlich niemand erreichen.

Die nächste Evolutionsstufe manifestiert sich dann in solchen Trollen, die ihre Umgebung selektiv wahrnehmen und diese selektive Sicht dann weitergeben. Eine weitergehende Diskussion ist in aller Regel unmöglich. Hinter diesen verbalen Ergüssen verstecken sich häufig Politiker oder deren Ghostwriter. Beispielhaft sei hier Daniel Mack von den Grünen genannt.

Dann sind da die semikommerziellen Marktbegleiter, quasi noch eine Evolutionsstufe höher: Mit ihnen kann man zwar hin und wieder in Kontakt treten, aber wenn man ihnen etwas an den virtuellen Kopf wirft, schmollen sie und blocken. Dass das Blocken von Followern kontraproduktiv sein könnte, wird dort als homöopathische Mindermeinung verpönt. Im wesentlichen geht es darum, die Leserschaft mit seiner eigenen, nicht diskutablen Meinung zu betrollen. Hierzu passen beispielhaft der Fernsehsender N-TV oder der Radiomoderator Holger Klein. Während es N-TV letztlich egal sein dürfte, ob der eine oder die andere lieber N24 gucken, weil der Möchtegernnerd aus der Redaktion einen Follower geblock hat, dürfte @holgi letztlich schon darunter leiden, wenn die Zahl der Hörer bei Not Safe for Work und WRINT sinkt.

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Über hinrich7

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