Das Votum der Minderheiten

Heute fand in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel eine Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters statt. Gewonnen wurde die Abstimmung von Susanne Gaschke mit stattlichen 54,09% der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag allerdings nur bei knapp 32%, so dass eigentlich niemand einen Grund zum Jubeln haben sollte. 61.580 Stimmzettel wurden ausgewertet, wahlberechtigt waren 192.777 Bürgerinnen. 32.931 Stimmen entfielen dabei auf Gaschke, was etwa 17% der Wahlberechtigten entspricht.

Eine Wahlpflicht ist abzulehnen, weil sie zutiefst undemokratisch ist. Aber es macht durchaus Sinn darüber nachzudenken, ob Wahlergebnisse mit zu geringer Beteiligung nicht mehr Gültigkeit entfalten sollten. Diese Wahl ist jedenfalls ein Armutszeugnis für die deutsche Demokratie und die Interpretationen, die die Parteien in das Ergebnis legen, reines Wunschdenken.

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