Kirche und Staat

Man kann über die F.D.P. ja denken, wie man mag, und das eine oder andere Unterfangen wurde auch nicht, sagen wir mal, glücklich umgesetzt. Aber im Gegensatz zu den Grünen, die im wesentlichen dagegen sind, den Piraten, die sich im wesentlichen streiten, der SED, die im wesentlichen überflüssig ist, der CSU, die im wesentlichen katholisch ist, der CDU, die im wesentlichen das Mittelalter repräsentiert und der SPD, die im wesentlichen Trends hinterherläuft und glaubt, Gewerkschaften würden ihr Wählerpotential mopsen, ja, im Gegensatz zu der Mehrheit der politischen Kaste fällt aus der liberalen Kiste immer wieder etwas raus, was sich nicht auf Steuersenkungen reduzieren lässt.

Dieses Mal war es die Beseitigung der staatlichen Dienstleistungen für Religionsgemeinschaften. Und diesen guten Vorschlag sollten alle aufgreifen, denn im 21. Jahrhundert, in der wir elektronisch unsere Dinge bezahlen, bedürfen wir keines staatlichen Eintreibers mehr. Und die Trennung von Kirche und Staat ist eines der obersten Gebote für eine moderne Bürgergesellschaft. Was ist von einer Verwaltung zu halten, die Gelder für eine Organisation einzieht, die systematisch Frauenrechte missachtet und das Thema Kindesmissbrauch in der Vergangenheit nicht annähernd aufgearbeitet hat?

Religion hat nichts mit der Institution Kirche zu tun. Der Glaube ist ein zu tiefst privates und individuelles Bedürfnis, welches jeder in seiner eigenen Form leben soll. Aber gesellschaftliche Institutionen müssen unsere Verfassung achten. Und wenn Männer und Frauen gleich sind, dann müssen auch die Katholiken den Frauen ins Priesteramt heben – mit Quote, versteht sich.

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