1507

Museum für Naturkunde Berlin, Sonderausstellung „Entwicklungen – 60 Jahre Entdeckung der DNA-Struktur“, Genmais (Quelle: Wikipedia)

1507. Das ist die Zahl, die für Unruhe sorgt, steht die Nummer doch für das Produkt Mais 1507 des Herstellers Du Pont Pioneer. Die Bandbreite sogenannter Umweltschutzorganisationen sowie die linksliberalen Medien werden nicht müde, Weltuntergangsszenarien zu entwickeln. Und alles nur deshalb, weil sich das EU-Parlament nicht gegen die Zulassung des Anbaus dieser genveränderten Maissorte ausgesprochen haben. Das ist absurd, denn als Lebens- und Futtermittel ist der Mais längst zugelassen und ein Anbau findet in anderen Ländern längst statt.

Aber was ist schlecht an dem Mais? Was ist schlecht an genveränderten Pflanzen? Man weiß es nicht, sondern treibt einfach nur Schindluder mit den Ängsten der Menschen.

In den USA sind genveränderte Pflanzenprodukte seit vielen Jahren in Lebens- und Futtermitteln verarbeitet. Und auch in den USA gibt es viele kritische Menschen, die diese Produkte ablehnen. Aber bisher sind keine negativen Effekte aufgetreten, obwohl eine ganze Armada von Kritikern sehr genau hinsieht.

Gregor Mendel (Quelle: Wikipedia)

Aber was heißt das eigentlich, gentechnisch verändert? Seit der Mensch Pflanzen und Tiere züchtet, beschäftigt er sich mit der Veränderung der Gene. Gregor Mendel hat das eindrucksvoll an verbeulten, gelben Erbsen gezeigt, wie der geneigte Leser aus seiner Schulzeit weiß. Auch Pferde- und Hunderassen oder die Anzahl der Rippen beim Hausschwein sind genetische Änderungen, die nur deshalb so massiv ausgefallen sind, weil der Mensch sie forciert hat. Die gesamte Evolution, die seit Charles Darwin unbestritten sein dürfte, basiert auf der Veränderung von Genen. Sie stellt also erstmal nicht Schlechtes dar. Und wenn der Mensch jetzt etwas nachhilft, und dabei etwas falsch macht, dann ist das erstmal auch nicht schlimm. Die genetischen Veränderungen in der Evolution basieren auf zufälligen Ereignissen. Und dabei ist in den letzten Jahrmillionen ja doch allerhand ansehnliches entstanden. Wenn der Mensch nun an der einen oder anderen Stelle etwas nachhilft, dann ist dies auch nicht riskanter als die Evolution an sich.

Und das die Welt nicht untergehen muss, kann man auch hieran sehen: Auf rund 10% der gesamten bewirtschafteten Agrarfläche weltweit werden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Das entspricht ca. 1,5 Millionen Quadratkilometer oder der vierfachen Fläche Deutschlands (nachzulesen bei den ScienceBlogs). Vielleicht könnte ja Informieren und Nachdenken helfen, das instinktive Bauchgefühl loszuwerden…

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